In diesem Monatsbericht lasse ich den August 2019 Revue passieren. Im Mittelpunkt stehen meine damalige Investition, die erhaltene Dividende und die Entwicklung des passiven Cashflows.
Meine Investition im August 2019
Royal Dutch Shell
Der Shell-Kurs gab zu Beginn des Monats nach, nachdem das Unternehmen für das zweite Quartal einen geringeren Gewinn gemeldet hatte. Ich war damals weiterhin von Shell überzeugt und nutzte den Rückgang für einen Nachkauf.
Im Nachhinein zeigte sich, dass ich früh gekauft hatte: Der Kurs fiel zunächst weiter und im Depot stand ein deutlicher Buchverlust. Mich beunruhigte das zu diesem Zeitpunkt nicht, dennoch hätte ein späterer Einstieg zum gleichen Betrag mehr Aktien ermöglicht.
Kauf im August 2019:
Royal Dutch Shell: 40 Aktien
Investierter Betrag: 1.088,17 Euro
Gesamte Investitionssumme des Monats: 1.088,17 Euro
Diese Zahlen sind eine historische Depotaufzeichnung. Die damalige Gesellschaftsstruktur, Bezeichnung und Dividendenpolitik von Royal Dutch Shell dürfen nicht mit dem heutigen Unternehmen gleichgesetzt werden.
Dividende im August 2019
In diesem Monat erhielt ich nur eine Dividendenzahlung – aus einer einzelnen Aktie von Procter & Gamble. Das Ergebnis war entsprechend klein, gehörte aber genauso zur ehrlichen Dokumentation wie Monate mit höheren Einnahmen.

Eine einzelne Monatszahlung sagt wenig über die Qualität einer Strategie aus. Ausschüttungstermine verteilen sich ungleichmäßig über das Jahr. Für einen sinnvollen Vergleich braucht es deshalb mehrere Monate oder ein vollständiges Kalenderjahr.
Mein Cashflow im August 2019
Der Dividenden-Cashflow fiel im August niedrig aus. Damals erwartete ich für September wieder eine höhere Zahlung. Entscheidend war für mich die langfristige Entwicklung und nicht ein einzelner Monat.

Heute würde ich bei einer solchen Auswertung zusätzlich zwischen Brutto- und Nettodividenden, Währungen, Einzahlungen und echter Rendite unterscheiden. Auch eine hohe Ausschüttung ist kein Qualitätsbeweis, wenn sie nicht nachhaltig finanziert wird oder der Aktienkurs dauerhaft unter operativen Problemen leidet.
Entwicklung des Blogs
Auch das Cashflow-Tagebuch befand sich damals noch in einer frühen Phase. Ich veröffentlichte regelmäßig Beiträge und lernte, meine Gedanken und Entscheidungen nachvollziehbarer aufzuschreiben. Bereits zu diesem Zeitpunkt gehörte der Grundlagenartikel Alles, was du zur Dividende wissen musst zu den meistgelesenen Inhalten.
Was ich aus diesem Monat mitnehme
- Ein Kaufzeitpunkt ist selten perfekt: Ein weiterer Kursrückgang nach dem Einstieg ist möglich und allein noch kein Grund für Aktionismus.
- Kleine Einnahmen gehören dazu: Dividenden fallen nicht automatisch jeden Monat gleich hoch aus.
- Cashflow braucht Kontext: Bruttobetrag, Steuer, Währung und eingesetztes Kapital müssen gemeinsam betrachtet werden.
- Dokumentation verbessert Entscheidungen: Ein Tagebuch macht Annahmen sichtbar und erlaubt später eine ehrlichere Rückschau.
Was die Monatszahlen nicht zeigen
Die Investitionssumme und der Dividendenbetrag sagen nichts darüber aus, wie hoch mein gesamtes Vermögen, meine Sparquote oder mein Risiko damals waren. Für eine faire Bewertung müssten außerdem Gebühren, Steuern, Wechselkurse und spätere Kursverläufe berücksichtigt werden. Der Bericht ist deshalb ein persönlicher Ausschnitt – keine vollständige Performanceanalyse.
Fazit zum August 2019
Der Monat war bei den laufenden Einnahmen unspektakulär, bei den Investitionen aber bedeutend. Damals sah ich den Shell-Nachkauf vor allem als Ausbau meines zukünftigen Dividenden-Cashflows. Aus heutiger Sicht ist ebenso wichtig, dass hohe Dividenden Erwartungen nicht ersetzen: Geschäftsmodell, Bilanz, Ausschüttungsfähigkeit und Depotgewicht gehören immer zur Prüfung.