Investitionen im Oktober 2020
Auch im Oktober wurden meine damaligen monatlichen Sparpläne ausgeführt. Die Liste zeigt, wie stark mein Depot zu diesem Zeitpunkt auf US-amerikanische Wachstums- und Qualitätsunternehmen ausgerichtet war:
- Alphabet A,
- Amazon,
- Apple,
- Berkshire Hathaway,
- Facebook – heute Meta Platforms,
- Johnson & Johnson,
- McDonald’s,
- Microsoft,
- Netflix,
- PayPal und
- Visa.
Zusätzlich stockte ich Realty Income mit 100 Euro auf. Beim S Broker lief damals ein Sparplan auf Royal Dutch Shell weiter; außerdem begann ich, meine Uber-Position per Sparplan auszubauen.
Die genannten Broker und Produkte sind Teil des historischen Berichts. Heutige Konditionen oder eine aktuelle Nutzung lassen sich daraus nicht ableiten. Grundlagen und Grenzen regelmäßiger Käufe erkläre ich im Beitrag Sinn und Unsinn von Sparplänen.
Investitionsübersicht Oktober 2020:
- Realty Income: 1,89 Anteile – 100,00 Euro
- Royal Dutch Shell: 12 Anteile – 130,97 Euro
- Dividenden- und Wachstums-Sparpläne – 273,49 Euro
- Uber: 2 Anteile – 66,64 Euro
Gesamtsumme: 571,10 Euro
Dividenden
Die Dividendeneinnahmen waren im Oktober ordentlich. Altria stellte damals einen großen Teil der Ausschüttungen. Das war einerseits erfreulich, zeigte andererseits eine Konzentration: Wenn ein einzelnes Unternehmen den Monatsbetrag stark bestimmt, hängt der Cashflow auch stärker von dessen Ausschüttungsfähigkeit ab.

Cashflow
Trotz der höheren Dividenden sank mein gesamter Cashflow. Der Grund waren rückläufige Einnahmen der Website, die durch die Ausschüttungen nicht ausgeglichen wurden. Damit zeigte der Monat anschaulich, warum mehrere Einnahmequellen nicht automatisch einen stabilen Gesamtbetrag ergeben.

Bei einer heutigen Auswertung würde ich die Quellen getrennt messen: Dividenden brutto und netto, operative Website-Einnahmen, einmalige Erlöse sowie laufende Kosten. So wird sichtbar, welcher Bereich tatsächlich wächst und wo nur ein einzelner Monat schwankt.
Arbeit am Cashflow-Tagebuch
Im ursprünglichen Bericht schrieb ich offen, dass mir die Motivation für neue Blogartikel zeitweise fehlte. Mein Fokus lag damals stärker auf einem anderen Website-Projekt. Der frühere externe Link dorthin wurde in dieser Fassung entfernt, weil er für den heutigen Leser keinen belastbaren Mehrwert mehr liefert.
Die Beobachtung bleibt wichtig: Ein Projekt entwickelt sich nicht linear. Redaktion, Produkte und Einnahmen konkurrieren um begrenzte Zeit. Ein realistischer Veröffentlichungsrhythmus ist nachhaltiger als ein kurzfristig zu ambitionierter Plan.
Jahresziel 2020 erreicht
Mit den Oktober-Sparplänen hatte ich im Jahr 2020 bereits mehr als 18.000 Euro investiert. Das war eines meiner damaligen Jahresziele. Für 2021 nahm ich mir 27.000 Euro vor und erwartete, dass auch das Business dazu beitragen müsste.
Diese Zielwerte sind historische persönliche Angaben. Sie sind weder ein sinnvoller Maßstab für andere Anleger noch eine Aussage über spätere Ergebnisse. Eine Spar- oder Investitionsrate muss zu Einkommen, Rücklagen, Schulden, Risiken und Lebensplanung passen.
Was der Monat rückblickend zeigt
- Automatisierte Sparpläne schaffen Regelmäßigkeit, ersetzen aber keine Prüfung der Depotgewichtung.
- Eine höhere Dividende kann sinkende operative Einnahmen nicht zwangsläufig ausgleichen.
- Brutto-Cashflow ist nicht dasselbe wie verfügbarer Netto-Cashflow.
- Jahresziele motivieren, sollten aber nicht zu riskanten Käufen kurz vor Jahresende führen.
- Offene Dokumentation schließt schwächere Monate und Motivationsprobleme ein.
Fazit
Der Oktober 2020 war bei den Investitionen planmäßig und bei den Dividenden positiv, beim gesamten Cashflow jedoch schwächer. Besonders wertvoll ist rückblickend die Trennung dieser Ebenen: Einzahlung, Ausschüttung und operatives Einkommen messen unterschiedliche Dinge und sollten nicht zu einer einzigen Erfolgszahl vermischt werden.